Unser Rezept und Tipps zum Krebsessen  

 

 

(in einer Styroporbox auf feuchter Holzwolle werden die Krebse am besten verschickt und aufbewahrt)

Edelkrebse werden mit ihren massigen Scheren, dem hervorragenden Geschmack ihres Fleisches und der einmalig leuchtend roten Farbe im gekochten Zustand ihren Namen gerecht. Sie sind daher - und weil sie heute im Gegensatz zu früher, wesentlich schwieriger zu züchten und zu vermehren sind (Krebspest, Fischotter ec.), in der oberen Preisklasse der Speiskrebse angesiedelt. Man sollte die Krebse daher so gut als möglich verwerten und in aller Ruhe genießen!

Wie man die Krebse zubereitet und isst gleicht einer geheimnisvollen Philosophie. Die Schweden und Finnen löschen die frisch gekochten Krebse mit Bier und essen sie dann gut gekühlt. Die Schweden trinken dazu eisgekühltem Aquavit und die Finnen Wodka, am besten pro Schere ein Glas.

Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten. Ich esse die Krebse lieber warm, frisch aus dem Sud mit einem Glas Moselwein oder einfach mit einer „Halbe“ hellem Bier.

Unser Rezept Edelkrebse Edelkrebse Edelkrebse Edelkrebse

Für ein Krebsessen a la Stiftlandkrebse benötigen Sie wie folgt:

Pro Person ca. 6-8 Krebse (a. mind. 80g)

1 Zwiebel oder Schalotte

1 EL Salz

1 TL Zucker

10 Pfefferkörner

2 EL Butter

ca. 4 l Wasser

je nach Vorliebe und Geschmack -

frischen Dill und/oder Selleriegrün,

Thymian, Lorbeerblatt, Kümmel

¼ l herben Weißwein

Zubereitung:

Wasser mit den Zutaten aufkochen

  1. Unterdessen die Krebse kurz reinigen

  2. Krebse einzeln (!) in das Wasser werfen – dazwischen immer darauf achten, dass das Wasser wieder gut aufkocht! Kochzeit ca. 10-15 Minuten je nach Größe der Krebse. Wie der Knödel, so steigt auch ein garer Flusskrebs im Topf nach oben.


  3. Die Krebse im Topf oder schön garniert auf einer großen Platte auftragen. Werden die Krebse auf einer Platte serviert, so muß diese mit einem Stövchen heiß gehalten werden!

     

    Anleitung zum Genießen

    Optimal Genießen:

    Hier ist es am wichtigsten, dass man sich beim Essen nicht geniert! Wie beim Geflügel, so ist es auch beim Krebsessen unumgänglich „hemmungslos“ mit den Fingern zu essen. Falls nötig machen Sie sich mit einem gut gekühlten „Aquavit“ etwas „locker“. Es ist unter anderen durchaus erlaubt die Schalen auszuschlürfen um an den darin verbleibenden guten Krebssud zu gelangen!

    Und noch etwas....wie gesagt.... - Krebse soll man nicht einfach essen – man muß sie genießen! - Guten Appetit!  -

Scheren am ersten Gelenk abbrechen

Durch eine zügige Drehung den Krebsschwanz ablösen

Die ersten drei bis vier Schwanzsegmente abdrehen

Krebsfleisch herausziehen und Darm entfernen


Genießen!

Rückenschild abheben und „Krebsbutter“ herausschaben.




Genießen!

Scherenspitzen ganz vorne kappen (So rutscht das Krebsfleisch leicht im Ganzen aus der Schere).

Schere seitlich aufschneiden und Scherenfleisch entnehmen


Genießen!

Beinchen und Zwischenglieder der Scheren aussaugen oder ausquetschen


    Zum guten Schluß:

     Will man die Edelkrebse optimal verwerten, so kann man die verbleibenden Schalen fein zerkleinern (Mulinex), das ganze mit Rahm und etwas Krebssud aufkochen, durch ein Sieb geben, „abschmecken“ noch mal reichlich Krebssud zugeben und als Suppe genießen – lecker! -